"keep cool - take care"

In 36 Workshops und an zahlreichen Infoständen konnten sich Schülerinnen und Schüler über die Themen Medien, Sucht, Sexualität und Gewalt informieren und mit Fachleuten diskutieren. Die Kripo Freiburg, das Landesmedienzentrum, Pro Familia, diverse soziale Einrichtungen und verschiedene Selbsthilfegruppen waren an diesen Tagen bei uns zu Gast.

Die Veranstaltungen waren ein voller Erfolg und werden dazu beitragen, dass auch weiterhin ein lebendige und förderliche Lern- und Arbeitsatmosphäre in unserem Schulgebäude herrscht. Nachfolgender Artikel ist in der Badischen Zeitung über die Präventionstage erschienen: "Zurückschlagen ist keine Notwehr"

Workshop "Gewaltprävention"

Wie entgehe ich einer Schlägerei, wenn jemand mich dazu provozieren möchte?

Und wenn ich es schaffe der Provokation aus dem Weg zu gehen, wie reagiere ich, wenn die Freundin / die Mutter / die Schwester beleidigt wird?

Wie kann ich mich auf Stresssituationen vorbereiten, in denen mein Großhirn versagt und ich nicht mehr logisch denken kann?

Auf diese und weitere Fragen gab Frank Stratz, Polizeioberkommissar des Polizeipräsidiums Freiburg, den Schülern der Berufsfachschulklassen Tipps und Auskünfte im Rahmen der Präventionstage.

Dabei wurden Situationen, wie sie sich regelmäßig ereignen, sowohl von den Schülern, wie auch von Herrn Stratz aus erlebten Erfahrungen geschildert und im Klassenzimmer auch nachgespielt.

Um einer Schlägerei zu entgehen, muss man sich bewusst machen, dass derjenige, der den Konflikt sucht, "sich seinen Gegner aussucht" und wenn man der Provokation nachgibt, dann "spielt man nach dessen Regeln". Man sollte sich einen Notfallplan für solche Situationen zurechtlegen und diesen so verinnerlichen, dass er im Kleinhirn abgespeichert ist und in Stresssituationen abgerufen werden kann. Denn bei Stress versagt das Großhirn und man kann nicht mehr logisch denken und nur noch auf seine Instinkte zurückgreifen. So gedanklich gelähmt, bliebe einem ohne die Information im Kleinhirn nur noch die Möglichkeit zur Flucht oder zum Angriff. Dabei muss man sich ebenfalls bewusst machen, dass man bei einer Schlägerei nicht nur eventuell eine schmerzhafte Niederlage riskiert, sondern vielmehr eine Straftat begeht, die zu Verletzungen und damit verbundenen Schmerzensgeld Forderungen führen kann und zu strafrechtlicher Verfolgung.

Daher rät Herr Stratz dazu, eine solche Provokations-Situation durch ruhiges, abgeklärtes, einstudiertes Handeln zu umgehen: Dem Konflikt aus dem Weg gehen, nicht nach den Regeln des Provokateurs spielen und mit der Freundin im Vorfeld besprechen, welche Reaktion sie von ihrem Freund erwartet, sollte sie beleidigt werden.

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