Berufsweltmeisterschaft in Japan - Dez. 07

Florian Kuri holt die Silbermedaille in Japan

 

Bester Elektroniker Deutschlands belegt den zweiten Platz bei der Berufsweltmeisterschaft im japanischen Numazu

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Florian Kuri während des Wettbewerbs in Japan Foto: R. Boch

 

Bei der 39. Berufsweltmeisterschaft, die vom 15. bis 21. November in Numazu (Japan) stattgefunden hatte, wurde Florian Kuri aus Waldkirch-Kollnau, der als Auszubildender der Sick AG an der Walther-Rathenau-Gewerbeschule in Freiburg zum Elektroniker ausgebildet worden war, mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Gold ging an Japan.

Gemeinsam mit dem taiwanesischen Teilnehmer (ebenfalls Silber) konnte sich Kuri von der Konkurrenz aus der Schweiz, Korea, Singapore, Finnland, Brasilien, Iran, Kanada, Vietnam, Indonesien, Tunesien, Irland und Marokko absetzen.

 

„Die Begeisterung für die Technik und die Ausbildung waren sehr wichtig für den Wettbewerb.“ Florian Kuri strahlt über seinen Erfolg so hell wie die Silbermedaille, die um seinen Hals hängt. Der Industrieelektroniker von der Sick AG aus Waldkirch überzeugte die internationale Jury mit seinem Hardwaredesign. In mehreren Arbeitsschritten musste er in seiner Disziplin sowohl Schaltkreise konstruieren, als auch Hardware bauen und programmieren. 

 

Die WorldSkills sind vergleichbar mit einer echten Olympiade. 200.000 Besucher waren dabei, und vor allem die asiatische Welt blickt mit Argusaugen auf die Platzierungen im Wettbewerb. "Zudem wurden ständig Fotos gemacht. Wenn man sich da beeinflussen lässt, hat man schon verloren“, ergänzt Kuri. Das Ergebnis zeigt aber, dass der 22-jährige auf seine Aufgabe gut vorbereitet war.

 

Dennis Lipschinski,ebenfalls ehemaliger Schüler der Walther-Rathenau-Gewerbeschule und Auszubildender der Sick AG, hatte, obwohl gelernter Elektroniker, gemeinsam mit dem Mechatroniker Stephan Walter zunächst den Bundeswettbewerb im Beruf Mechatronik auf der Hannover Messe gewonnen und in Japan einen beachtlichen 4. Platz belegen können.

In mehr als 40 Handwerks- und Industrieberufen trafen sich beim diesjährigen Leistungsvergleich, der gelegentlich auch als Berufsolympiade bezeichnet wird, mehr als 800 Teilnehmer aus rund 50 Staaten.

alt Florian Kuri Florian Kuri während des Wettbewerbs in Japan Foto: R. Boch

Für Dr. Michael Stahl vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Leiter der Bildungspolitik, punktet mit den Lehrlingen auch das deutsche duale Ausbildungssystem. „Mit den Leistungen beweisen wir, dass sich mit einer dualen Berufsausbildung beste Chancen erschließen.“ 

 

Weitere Ergebnisse zu den verschiedenen Berufen unter www.worldskills.org.  

 

Die Bildergalerie zur Berufsweltmeisterschaft finden Sie hier.

 

R. Boch